Beim Gelbgrünen Frauenmantel handelt es sich um einen Vertreter der Familie der Rosengewächse. Seinen Namen bekam die Art durch die Ähnlichkeit der Blätter mit dem Schutzmantel der Schutzmantel-Madonnen in christlichen Mariendarstellungen aus dem 14. Jahrhundert. Als Heilpflanze wurde sie bereits seit dem Mittelalter bei Frauenleiden zum Stillen von Schmerzen und als Krampflöser eingesetzt. Ihre namengebenden sommergrünen Blätter sind 9- bis 11-lappig aufgeteilt, werden bis zu 20 cm breit und haben eine nierenförmige bis runde Form mit gezähnten Blatträndern. An diesen Blattzähnen entstehen bei feuchtem Wetter Guttationstropfen, welche von der Pflanze ausgeschiedenes Wasser sind. Die wasserabweisende, hydrophobe Oberfläche erzeugt den sogenannten Lotuseffekt. Tau- und Regentropfen sammeln sich in der vertieften Blattmitte zu einer glitzernden Wasserperle. Die gelbgrünen bis gelben, 2,5-4 mm breiten Blüten stehen in einem dichten Blütenstand zusammen und bestehen nur aus Kelchblättern. Die Pflanze ist auf frischen bis feuchten, humosen und mäßig nährstoffreichen Böden zu finden.
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