Der vierkantige kahle Stängel des von Mai bis August blühenden Wiesen-Labkrauts trägt quirlig angeordnete lanzettförmigen Blätter und verzweigt sich mehrfach. An den Abzweigungen finden sich in traubigen Blütenständen viele kleine, weiße, vierstrahlige Blüten, von denen jede auf einem kleinen Blütenstiel sitzt. Die 1-1,5 mm großen Blüten enthalten Nektar, welcher von vielen bestäubenden Insekten gesammelt wird. Das 30-100 cm hoch wachsende Kraut wächst u.a. auf Frischwiesen und -weiden, an Weg- und Gebüschrändern sowie auf nährstoffreichen Böden. Die Wurzeln der Pflanze wurden früher zur Herstellung von rotem Farbstoff für die Textilherstellung verwendet. Vom Kletten-Labkraut (Galium aparine) lässt es sich leicht unterscheiden, da die Samen nicht wie bei ersterem aufgrund von kleinen Häkchen an der Kleidung kleben bleiben. In der Kräuterküche finden Labkräuter Verwendung bei der Herstellung verschiedener Gerichte und Getränke.
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