Das Wiesenschaumkraut besitzt die für die Familie der Kreuzblütengewächse typischen vierzähligen Blüten. Diese hellrosa, violett oder lila und 1-2 cm großen Blüten bilden aus 8-20 Einzelblüten eine Traube als Blütenstand. Am Grund der Pflanze setzen die als Rosette angeordneten, gestielten und unpaarig gefiederten Grundblätter an, wobei die endständige Fieder nierenförmig bis rund ist und deutlich größer als die Seitenblättchen. Die Stängelblätter am hohlen und kahlen Stängel sind schmaler gefiedert. In dem Blühzeitraum von April bis Juni wird die Pflanze von Insekten bestäubt, wobei ihre frühe Blüte einer Vielzahl von Insekten bereits im Frühjahr als Nahrungsquelle dient. Das Wiesen-Schaumkraut wächst auf frischen bis feuchten, nährstoffreichen, mäßig sauren bis neutralen, humosen Lehm-, Ton- und Moorböden vor und erreicht eine Größe zwischen 10 und 60 cm. Auf der Pflanze sind häufig Schaumhäufchen zu finden, die von den Larven der Schaumzikade (Aphrophoridae) angelegt werden. Diese saugen an den Stängeln und scheiden eiweißreiche, schaumige Sekrete als eine Art Schutzhülle aus.
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